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Was ist Upcycling?

Rubrik: Upcycling

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Von Deckenlampen aus kaputten Fahrradreifen über den Adventskalender aus alten Marmeladengläsern bis hin zum bequemen Palettenbett – mit der „Do it Yourself“-Bewegung ist die Lust am Selbermachen in unsere Wohnzimmer zurückgekehrt. Während Stricken und Nähen, Basteln und Handwerken bis vor wenigen Jahren Oma und Opa vorbehalten war, hat die Sehnsucht nach dem Ausleben der eigenen Kreativität nun auch Generation Z gepackt.

So schwappte der Begriff des „Upcyclings“ vor gar nicht allzu langer Zeit aus England zu uns herüber. Sinngemäß lässt sich das Upcycling mit der „aufwertenden Zweckentfremdung” übersetzen. Ein Gegenstand wird vor der Endstation Mülldeponie bewahrt, indem er mit einer neuen Funktion betraut wird. Es gibt unzählige Beispiele an großartigem Upcycling: Der antik anmutende Esstisch aus einer ausgedienten Stall-Holztür ist nur das Sahnehäubchen auf der Torte.

Warum aber machen sich so viele Menschen die Mühe und greifen selbst zu Hammer und Nagel, statt gemütlich shoppen zu gehen? Kurz und knapp: Upcycling soll den anfallenden Müll reduzieren und gleichzeitig Ressourcen sparen. Dabei ist Upcycling nicht mit dem konventionellen Recycling zu verwechseln.

Wie funktioniert Upcycling?

… eine Frage, auf die es keine universelle Antwort gibt. Ganz im Gegenteil sogar: Hier kannst du deiner Kreativität freien Lauf lassen. Manchmal ist Upcycling das reinste Kinderspiel, ein anderes Mal aber kann es auch ganz schön kniffelig sein. Die grundlegende Geheimzutat für ein zufriedenstellendes Upcycling von Möbeln ist ein in die Jahre gekommener Gegenstand. Ist das Objekt deiner Wahl erst einmal gefunden, kommt die wahre Bedeutung des Upcyclings ans Tageslicht: Wozu könnte der Gegenstand werden? Was benötigt er, damit er dir (oder vielleicht einem glücklichen Beschenkten?) in Zukunft nützlich ist?

Hier ist eine ordentliche Extraportion an gestalterischer Fantasie gefragt. Keine falsche Scheu: Soziale Netzwerke, darunter Pinterest oder Instagram, bieten dir kreative Inspiration. Für je nachdem, was dein Ideenreichtum ausgebrütet hat, benötigst du zu guter Letzt natürlich noch die entsprechenden Hilfsmittel, um dein (Meister-)Werk zu vollenden. Greif zu Farbe, Schere und Klebstoff und leg los!

Was ist der Unterschied zwischen Upcycling und Recycling?

Fassen wir Sinn und Zweck des Upcyclings noch einmal zusammen: Ein alter, unbrauchbarer Gegenstand wird zu etwas Neuem. Die Bedeutung des Upcyclings liegt dabei darin, dass der Wert nach der „Verwandlung“ höher ist, als es der des Ausgangsprodukts war.

Beim Recycling hingegen werden gebrauchte Materialien so aufbereitet, dass sie wieder- und wieder- und wiederverwendet werden können. Zwei Klassiker, die uns allen ein Begriff sind, sind die Mehrwegflasche und das Altpapier. Beim Recycling allerdings muss mit jeder Aufbereitung ein Quäntchen Qualität eingebüßt werden. So kann recyceltes Altpapier nie wieder so glatt und strahlend weiß werden, wie es ursprünglich einmal gewesen ist. Der große Unterschied zum Upcycling ist also, dass der Wert permanent sinkt. Daher wird das Recycling oftmals auch als „Downcycling“ geschimpft.

Im Großen und Ganzen: Upcycling ist Kunst mit Köpfchen, Recycling ist reinster Pragmatismus.

Ist Upcycling also besser als Recycling?

Obwohl beide Formen der Wiederverwertung zum Verwechseln ähnlich klingen, sind sie in ihrer Ausführung sehr unterschiedlich. Dennoch möchten wir keiner der beiden Methoden eine Goldmedaille verleihen. Sie beide haben ihre Daseinsberechtigung und im Grunde genommen kann man das Upcycling als Element des Recyclings betrachten.

Beide Verfahren verlängern das Leben von Produkten, wodurch Müll vermieden und Ressourcen eingespart werden – wenn auch nur für eine gewisse Zeit. Trotz der lebensverlängernden Maßnahmen landen sowohl Mehrwegflaschen als auch upgecycelte Palettenmöbel in den allermeisten Fällen früher oder später auf dem Müll.

Sowohl Recycling als auch Upcycling haben eine zu befürwortende Bedeutung im Kampf gegen die Müllprobleme, mit denen sich unser Heimatplanet herumzuschlagen hat. Dennoch handelt es sich weder beim Recycling noch beim Upcycling um das Nonplusultra: Das gegenwärtige Müllproblem darf auf Grundlage der kreativen Wiederverwertung nicht beschönigt oder gar romantisiert werden.

Was kann man alles upcyclen?

Achtung, hier kommt die beste Nachricht des Tages für alle Bastler und Tüftler (m/w/d): Grundsätzlich kannst du an allen Möbeln Upcycling betreiben, die nicht niet- und nagelfest sind (und dank einer guten Zange kannst du dich vielleicht sogar an diesen austoben). Du bist dir unsicher, ob für den Gegenstand deiner Wahl bereits das letzte Stündlein geschlagen hat? Trifft einer der folgenden drei Gründe zu, dann ist die Zeit reif:

  1. Hast du den Gegenstand in den letzten zwölf Monaten nicht benötigt, brauchst du ihn mit großer Wahrscheinlichkeit auch zukünftig nicht mehr!
  2. Der Gegenstand hat ausgedient, da seine eigentliche Funktion bereits defekt ist!
  3. Um ehrlich zu sein, hat dir der Gegenstand sowieso noch nie so wirklich gefallen…

Ob Gummistiefel-Blumentopf, extravagante Kaffeekapsel-Ohrringe oder Konservendosen-Vogelhäuser: Im Upcycling ist alles erlaubt, was selbstbewusst den handelsüblichen Konsum-Lösungen entgegentritt. Welche Materialien du verarbeitest, hängt ganz von der Wirkung ab, die dein Meisterwerk versprühen soll.

Upcycling – schöne Ideen

Lust, selbst ein wenig herumzuwerkeln, aber noch nicht die passenden Ideen im Kopf? Dann wirf auf jeden Fall einen Blick in unsere Fotogalerie, denn jetzt kommen ein paar einmalige Upcycling-Beispiele mit Wow-Effekt!

Alte Stalltür ➜ Tisch

 

Die Holzstalltür wird abgeschliffen und anschließend neu gestrichen. Daraufhin wird sie auf Tischfüßen geschraubt. Die alten Scharniere und das Schloss kannst du entweder demontieren oder für einen einzigartigen Charme dran lassen.

Rankhilfe ➜ Bilderhalterung

Die Idee ist so simple, wie einfach umzusetzen. Du schnappst dir eine alte Rankhilfe, reinigst sie gründlich und befestigst sie an der Wand, indem du an jeder der Ecken ein Nagel einschlägst.

Scheibentelefon ➜ Nachttischlampe

Eine wundervolle Upcycling-Idee. Aus einem alten Scheibentelefon wird eine Nachttischlampe. Um diese Lampe nachzubasteln, musst du das Innenleben des Telefons entfernen. In den Hörer klebst du zwei Gewinde und tauscht das Telefonkabel mit einem flexiblen Lichtschalterschlauch. Nun führst du nur noch das Kabel hindurch und verbindest die einzelnen Komponenten fachgerecht.

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Weitere Beispiele folgen. Sei gespannt! (:

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Weitere Beispiele folgen. Sei gespannt! (:

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Weitere Beispiele folgen. Sei gespannt! (:

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Weitere Beispiele folgen. Sei gespannt! (:

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Weitere Beispiele folgen. Sei gespannt! (:

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Weitere Beispiele folgen. Sei gespannt! (:

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Weitere Beispiele folgen. Sei gespannt! (:

Warum ist Upcycling sinnvoll?

Wie bereits angedeutet, verleitet die Wiederverwertung von vermeintlichem Müll dazu, den Überkonsum an Ressourcen zu romantisieren. Dennoch sind unzählige Menschen vom Konzept des Upcyclings überzeugt. Immerhin wird man nach einer halben Wartesekunde von über 16 Millionen Ergebnissen erschlagen, wenn man sich über Google zum „Upcycling“ inspirieren lässt. Woher rührt also dieser Enthusiasmus?

Lassen wir an dieser Stelle den Aspekt der Nachhaltigkeit zunächst außen vor (darauf kommen wir gleich noch zu sprechen): Die Bedeutung des Upcyclings hat nicht nur wegen der gestalterischen Ergebnisse enorm zugenommen, sondern auch aufgrund eines nützlichen Nebeneffekts. Unabhängigen Studien zufolge regt die ausgelebte Kreativität während des Schaffens die Fantasie an. Dieser Prozess entspannt nicht nur, sondern senkt bewiesenermaßen auch noch den Blutdruck.

Weiterhin ist das Upcycling von Möbeln mittlerweile zum Inbegriff für das hippe und angesagte Wohnen geworden. Insbesondere mit dem trendigen Industrial Style sind die originellen DIYs untrennbar verbunden. Verliere also keine Zeit und erfüll’ dir deinen Traum von einem echten Unikat made in Eigenproduktion!

Ist Upcycling wirklich nachhaltig?

Kommen wir nun – wie bereits angekündigt – zur Bedeutung des Upcyclings in Bezug auf die Nachhaltigkeit. Immer häufiger auftretende Überschwemmungen, extreme Dürren und Hitzewellen sowie das Ansteigen des Meeresspiegels halten uns tagtäglich den Spiegel vor: Der Planet, den wir alle unser Zuhause nennen, wird zunehmend von tragischen Vorfällen heimgesucht. Der Klimawandel und seine Folgen können nicht länger relativiert werden und der Auslöser hierfür ist nicht zuletzt unser grenzenloser Überkonsum.

Bereits geshoppte Gegenstände können wir der Natur nicht wieder zurückgeben. Dennoch garantiert die Verarbeitung bereits erstandener Objekte ein Plus an Nachhaltigkeit. Die Weiternutzung verringert den Müll auf den Deponien, wodurch du der Luft- und Wasserverschmutzung entgegenwirkst. Statt die leeren Joghurtbecher im Gelben Sack verschwinden zu lassen, nutzt du sie für die Aufzucht von Ablegern deiner Lieblingspflanze. Der Aufsatz deines kaputten Wasserkochers wird zur Wasserkaraffe oder Gießkanne. Und sicherlich fallen dir weitere einzigartige Beispiele für ein nachhaltiges Upcycling ein, um die Müllfluten auf den Wertstoffhöfen nicht weiter voranzutreiben.

Was spricht gegen Upcycling?

Upcycling sensibilisiert für mehr Umweltbewusstsein und ist der erste Schritt in ein grüneres Leben. Dennoch darfst du nicht die Kehrseite der Medaille aus den Augen verlieren. Ja, dein aus der Mode gekommener Kleiderschrank sieht mit einem neuen Anstrich wieder schick aus. Aber setzt der verwendete Lack vielleicht schädliche Stoffe frei?

Die „Verwandlung“ alter Möbel ist eine originelle Möglichkeit, um mit dem gegenwärtigen Müllproblem umzugehen. Eine Lösung für die Zukunft stellt das Upcycling von Möbeln allerdings nicht dar. Immerhin kann das Upcycling das Problem des Überkonsums in keiner Weise an der Wurzel packen.

Dennoch kannst du dich guten Gewissens auf die Suche nach alten Schätzen begeben und dem kreativen Handwerker in dir eine Spielwiese zum Austoben bereitstellen. Mit Sinn und Verstand möbelst du dein altes Mobiliar zu individuellen Einzelstücken auf – und ganz nebenbei unternimmst du einen beispielhaften Schritt entgegen der Massenproduktion.

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