Nachhaltig Reisen – Wie geht das?

Nachhaltig Reisen –
Wie geht das?

Wer häufig Urlaub macht und gerne an weit entfernte Orte reist, hat einen überdurchschnittlich hohen CO² verbrauch. Aber lässt sich die Entdeckung fremder Länder denn so gar nicht mit dem Klimaschutz vereinbaren? Kann ich meine CO² Bilanz trotz Urlaub klein halten? Gibt es vielleicht sogar Möglichkeiten, wie man seinen ökologischen Fußabdruck wieder ausgleichen kann?

Wir haben zehn Tips für dich, wie du umweltfreundlich reisen kannst.

1. Wenig fliegen

Pro Person liegt der CO2-Verbrauch bei einem Hin- und Rückflug von Deutschland nach Thailand in der Economy Class bei 3,3 Tonnen (in der Business Class sind es auf Grund der nicht so dicht beieinander stehenden Sitze 6,3  und in der First Class sogar 9,8 Tonnen.
Zum Vergleich: laut Umweltbundesamt liegt der CO2-Ausstoß in Deutschland bei 9,6 Tonnen pro Kopf. Ein Drittel unseres Jahresverbrauches geht also schon alleine für den Flug drauf.

Wenn du also klimafreundlich Reisen möchtest, solltest du wenn möglich auf den Flieger verzichten. Halte dich an folgenden Richtwert: Bei Entfernungen von unter 1000 Kilometern sind der Fernbus und der Zug die beste Wahl.
Für weit Entfernten Ziele möchten wir dir gerne das Konzept von myclimate vorstellen. Auf der Internetseite von myclimate wählst du zuerst dein Star- und Zielort aus. Daraufhin wählst du dein Reisemittel. Im nächsten Schritt wird dir dann ausgerechnet, wieviel CO2 du auf diesem Weg verbrauchen wirst. Das aller coolste an myclimate ist, dass dir am Ende außerdem Projekte vorschlagen werden, die du direkt mit einer, von deinem CO2-Ausstoß abhängigen Summe unterstützen kannst. Auf diese Weise kannst du deinen ökologischen Fußabdruck ausgleichen.

2. Nahe Ziele bereisen

Ferne und fremde Kulturen zu entdecken ist eine spannende Sache. Doch immer wieder weit weg zu fahren ist nicht gut für unsere Umwelt. Informiere dich mal im Internet, was es für unbekannte und spannende Orte in Europa oder gar Deutschland gibt.
Ein Haus an der Küste Dänemarks kann genauso schön sein wie ein Haus an der Küste Spaniens. Mit den Freunden oder dem Partner loszufahren um im eigenen Land Campen zu gehen, ist meistens sogar aufregender als manch ein „All Inclusive“-Urlaub in der Türkei.

Du willst einen Beweis von uns, dass unser Kontinent es in sich hat? Das GEO-Magazin Online hat eine eigene Kategorie für Reiseziele in Europa, auf der es sich lohnt mal vorbeizuschauen.

3. Wenig Gepäck mitnehmen

Der Grund wieso du weniger mitnehmen solltest ist recht simpel. Je mehr Gepäck du mitnimmst, desto mehr verbrauchen Flieger, Bus und Auto an Treibstoff. Wenn du einen Road Trip planst, überlege ganz genau, ob du wirklich all die Dinge brauchst, die du eingepackt hast. Meistens überschätzen wir uns maßlos mit unserem Gepäck.
Außerdem bist du mit weniger Gepäck viel flexibler und wirst wenn es nötig kurze Strecken entspannt mit dem Fahrrad und Roller zurücklegen können.

4. All Inclusive – Grüne Hotels

All Inclusive Hotel-Urlaube lassen sich mit Nachhaltigkeit nicht vereinbaren. Hinter „All Inclusive“-Angeboten steht eine riesig große Industrie, die regionale Anbieter verdrängt und Nahrungsmittel aus aller Welt im- und exportiert. Damit uns Touristen eine solch große Auswahl an Speisen zur Verfügung stehen kann, werden diese außerdem in derartigen Massen gekocht, dass am Ende immer etwas weggeschmissen werden muss.

Alternativ wollen wir dir die Organisation bookdifferent vorstellen, auf deren Internetseite du Weltweit aus einer Liste Hotels deinen Favoriten aussuchen kannst. Die Hotels wurden von der Organisation selber auf „eco-Freundlichkeit“ überprüft. Zusätzlich wird dir bei jedem Hotel dein CO2 Verbrauch pro Nacht in Kilogramm angezeigt. Damit kannst du die beste Entscheidung für dich und den Planeten treffen.

5. Reise digital

Wenn du es noch nicht tust, dann verzichte bei deinem nächsten Trip darauf, dir unzählige Reiseführer, Stadtpläne und Landkarten zu kaufen und dir deine Reiseroute und Zugtickets auszudrucken. Wahrscheinlich nutzt du dein Smartphone sowieso um Fotos zu schießen. Statt Stadtpläne zu kaufen, kannst du eine Kartenapp verwenden. Und statt Reiseführer zu kaufen, kannst du dir Blodartikel und Empfehlungen zu deinen Reisezielen im Internet raussuchen. Wenn nicht auf gedruckte Reiseführer verzichten magst, findest du die passende Lektüre ja vielleicht gebraucht bei Ebay Kleinanzeigen. Und anstatt dir Tickets auszudrucken, gibt es häufig die Möglichkeit E-Tickets herunterzuladen.

6. Fahrrad fahren und Öffentliche Verkehrsmittel benutzen

Wenn du einen Stadturlaub machst, dann gibt es dort mit großer Wahrscheinlichkeit öffentliche Verkehrsmittel, die du nutzen kannst. Auf diese Art sparst du dir auch die lästige Parkplatzsuche mit deinem Auto. Wenn es dir Entfernungsmäßig möglich ist, wäre es noch besser, wenn du dir irgendwo ein Fahrrad ausleihen kannst. Das ist nicht nur cooler für die Umwelt, nein, du erlebst die Stadt ganz anders. Als Fahrradfahrer wirst du mehr von der Stadt sehen, als du es in Bus, Bahn oder Auto tun würdest. Außerdem bist du als Fahrradfahrer schneller unterwegs als zu Fuß.

7. Lokal essen und trinken gehen

Wie schon in Punkt Vier erwähnt, ist ein All Inclusive Urlaub nicht gut für die Umwelt. Lokale und Restaurants, die von Einwohnern betrieben werden, können es aber durchaus sein. Auf alle Fälle unterstützt du damit die Einwohner nicht die großen Touristenkonzerne. Zusätzlich kannst du dich bei dem Personal informieren, welche Gerichte aus regional angebauten Inhaltsstoffen bestehen. Auf diese Art sorgst du dafür, dass der CO2 Fußabdruck deines Essens auch im Urlaub möglichst gering bleibt.

8. Müll vermeiden und aufräumen

Niemand ist perfekt und jeder hat etwas, auf das er nicht verzichten möchte. Bei dem einen ist es das Fliegen, bei dem anderen vielleicht der Fleischkonsum. Was hältst du denn von der Idee, dein „nicht verzichten wollen“ an anderen Stellen wieder ein bisschen auszugleichen? Eine Idee wäre es zum Beispiel im Urlaub nicht nur selber keinen Müll zu produzieren, sondern auch fremden Müll einzusammeln. Wenn du Urlaub am Strand machst, könntest du angespültes Plastik einsammeln und wegschmeißen. Das ist gut für die Umwelt und außerdem macht es viel mehr Spaß an einem sauberen Strand zu liegen.

9. Wenn du weit weg fliegst, bleib länger dort

Wenn du mit dem Flieger weit weg in den Urlaub fliegst und dadurch viel CO2 verursachst, dann plane an deinem Reiseziel einen langen Aufenthalt über mehrere Wochen. Das ist Umweltfreundlicher, als wenn du mehrere Urlaube über das Jahr verteilt in verschiedenen Ländern machst.

10. Unterstütze keine Elefantenqäulerei

Wenn dir in Asien oder Afrika Elefantenreiten angeboten wird, dann verzichte unbedingt darauf. Elefanten sind sehr intelligente Tiere und verfügen über einen ausgeprägten Charakter. Sie würden sich freiwillig niemals für Zirkusnummern hergeben. Damit ein Elefant Menschen auf ihm reiten lässt, wird er solange gequält bis er gefügig ist. Wenn du bis jetzt noch nie davon gehört hast, dann kannst du dir folgenden Videobeitrag dazu anschauen (Warnung: In dem Video ist auch zu sehen, wie ein Elefant gequält wird): „There’s A Really Dark Side To Elephant Tourism“.

Wenn du auch noch einige Ideen hast, wie man nachhaltiger Reisen kann, dann lass es uns in den Kommentaren wissen. Und nun viel Spaß bei deiner Reise!

Wer häufig Urlaub macht und gerne an weit entfernte Orte reist, hat einen überdurchschnittlich hohen CO² verbrauch. Aber lässt sich die Entdeckung fremder Länder denn so gar nicht mit dem Klimaschutz vereinbaren? Kann ich meine CO² Bilanz trotz Urlaub klein halten? Gibt es vielleicht sogar Möglichkeiten, wie man seinen ökologischen Fußabdruck wieder ausgleichen kann?  

Wir haben zehn Tips für dich, wie du umweltfreundlich reisen kannst.

1. Wenig fliegen

Pro Person liegt der CO2-Verbrauch bei einem Hin- und Rückflug von Deutschland nach Thailand in der Economy Class bei 3,3 Tonnen (in der Business Class sind es auf Grund der nicht so dicht beieinander stehenden Sitze 6,3  und in der First Class sogar 9,8 Tonnen.
Zum Vergleich: laut Umweltbundesamt liegt der CO2-Ausstoß in Deutschland bei 9,6 Tonnen pro Kopf. Ein Drittel unseres Jahresverbrauches geht also schon alleine für den Flug drauf.

Wenn du also klimafreundlich Reisen möchtest, solltest du wenn möglich auf den Flieger verzichten. Halte dich an folgenden Richtwert: Bei Entfernungen von unter 1000 Kilometern sind der Fernbus und der Zug die beste Wahl.
Für weit Entfernten Ziele möchten wir dir gerne das Konzept von myclimate vorstellen. Auf der Internetseite von myclimate wählst du zuerst dein Star- und Zielort aus. Daraufhin wählst du dein Reisemittel. Im nächsten Schritt wird dir dann ausgerechnet, wieviel CO2 du auf diesem Weg verbrauchen wirst. Das aller coolste an myclimate ist, dass dir am Ende außerdem Projekte vorschlagen werden, die du direkt mit einer, von deinem CO2-Ausstoß abhängigen Summe unterstützen kannst. Auf diese Weise kannst du deinen ökologischen Fußabdruck ausgleichen.

2. Nahe Ziele bereisen

Ferne und fremde Kulturen zu entdecken ist eine spannende Sache. Doch immer wieder weit weg zu fahren ist nicht gut für unsere Umwelt. Informiere dich mal im Internet, was es für unbekannte und spannende Orte in Europa oder gar Deutschland gibt.
Ein Haus an der Küste Dänemarks kann genauso schön sein wie ein Haus an der Küste Spaniens. Mit den Freunden oder dem Partner loszufahren um im eigenen Land Campen zu gehen, ist meistens sogar aufregender als manch ein „All Inclusive“-Urlaub in der Türkei.

Du willst einen Beweis von uns, dass unser Kontinent es in sich hat? Das GEO-Magazin Online hat eine eigene Kategorie für Reiseziele in Europa, auf der es sich lohnt mal vorbeizuschauen.

3. Wenig Gepäck mitnehmen

Der Grund wieso du weniger mitnehmen solltest ist recht simpel. Je mehr Gepäck du mitnimmst, desto mehr verbrauchen Flieger, Bus und Auto an Treibstoff. Wenn du einen Road Trip planst, überlege ganz genau, ob du wirklich all die Dinge brauchst, die du eingepackt hast. Meistens überschätzen wir uns maßlos mit unserem Gepäck.
Außerdem bist du mit weniger Gepäck viel flexibler und wirst wenn es nötig kurze Strecken entspannt mit dem Fahrrad und Roller zurücklegen können.

4. All Inclusive – Grüne Hotels

All Inclusive Hotel-Urlaube lassen sich mit Nachhaltigkeit nicht vereinbaren. Hinter „All Inclusive“-Angeboten steht eine riesig große Industrie, die regionale Anbieter verdrängt und Nahrungsmittel aus aller Welt im- und exportiert. Damit uns Touristen eine solch große Auswahl an Speisen zur Verfügung stehen kann, werden diese außerdem in derartigen Massen gekocht, dass am Ende immer etwas weggeschmissen werden muss.

Alternativ wollen wir dir die Organisation bookdifferent vorstellen, auf deren Internetseite du Weltweit aus einer Liste Hotels deinen Favoriten aussuchen kannst. Die Hotels wurden von der Organisation selber auf „eco-Freundlichkeit“ überprüft. Zusätzlich wird dir bei jedem Hotel dein CO2 Verbrauch pro Nacht in Kilogramm angezeigt. Damit kannst du die beste Entscheidung für dich und den Planeten treffen.

5. Reise digital

Wenn du es noch nicht tust, dann verzichte bei deinem nächsten Trip darauf, dir unzählige Reiseführer, Stadtpläne und Landkarten zu kaufen und dir deine Reiseroute und Zugtickets auszudrucken. Wahrscheinlich nutzt du dein Smartphone sowieso um Fotos zu schießen. Statt Stadtpläne zu kaufen, kannst du eine Kartenapp verwenden. Und statt Reiseführer zu kaufen, kannst du dir Blodartikel und Empfehlungen zu deinen Reisezielen im Internet raussuchen. Wenn nicht auf gedruckte Reiseführer verzichten magst, findest du die passende Lektüre ja vielleicht gebraucht bei Ebay Kleinanzeigen. Und anstatt dir Tickets auszudrucken, gibt es häufig die Möglichkeit E-Tickets herunterzuladen.

6. Fahrrad fahren und Öffentliche Verkehrsmittel benutzen

Wenn du einen Stadturlaub machst, dann gibt es dort mit großer Wahrscheinlichkeit öffentliche Verkehrsmittel, die du nutzen kannst. Auf diese Art sparst du dir auch die lästige Parkplatzsuche mit deinem Auto. Wenn es dir Entfernungsmäßig möglich ist, wäre es noch besser, wenn du dir irgendwo ein Fahrrad ausleihen kannst. Das ist nicht nur cooler für die Umwelt, nein, du erlebst die Stadt ganz anders. Als Fahrradfahrer wirst du mehr von der Stadt sehen, als du es in Bus, Bahn oder Auto tun würdest. Außerdem bist du als Fahrradfahrer schneller unterwegs als zu Fuß.

7. Lokal essen und trinken gehen

Wie schon in Punkt Vier erwähnt, ist ein All Inclusive Urlaub nicht gut für die Umwelt. Lokale und Restaurants, die von Einwohnern betrieben werden, können es aber durchaus sein. Auf alle Fälle unterstützt du damit die Einwohner nicht die großen Touristenkonzerne. Zusätzlich kannst du dich bei dem Personal informieren, welche Gerichte aus regional angebauten Inhaltsstoffen bestehen. Auf diese Art sorgst du dafür, dass der CO2 Fußabdruck deines Essens auch im Urlaub möglichst gering bleibt.

8. Müll vermeiden und aufräumen

Niemand ist perfekt und jeder hat etwas, auf das er nicht verzichten möchte. Bei dem einen ist es das Fliegen, bei dem anderen vielleicht der Fleischkonsum. Was hältst du denn von der Idee, dein „nicht verzichten wollen“ an anderen Stellen wieder ein bisschen auszugleichen? Eine Idee wäre es zum Beispiel im Urlaub nicht nur selber keinen Müll zu produzieren, sondern auch fremden Müll einzusammeln. Wenn du Urlaub am Strand machst, könntest du angespültes Plastik einsammeln und wegschmeißen. Das ist gut für die Umwelt und außerdem macht es viel mehr Spaß an einem sauberen Strand zu liegen.

9. Wenn du weit weg fliegst, bleib länger dort

Wenn du mit dem Flieger weit weg in den Urlaub fliegst und dadurch viel CO2 verursachst, dann plane an deinem Reiseziel einen langen Aufenthalt über mehrere Wochen. Das ist Umweltfreundlicher, als wenn du mehrere Urlaube über das Jahr verteilt in verschiedenen Ländern machst.

10. Unterstütze keine Elefantenqäulerei

Wenn dir in Asien oder Afrika Elefantenreiten angeboten wird, dann verzichte unbedingt darauf. Elefanten sind sehr intelligente Tiere und verfügen über einen ausgeprägten Charakter. Sie würden sich freiwillig niemals für Zirkusnummern hergeben. Damit ein Elefant Menschen auf ihm reiten lässt, wird er solange gequält bis er gefügig ist. Wenn du bis jetzt noch nie davon gehört hast, dann kannst du dir folgenden Videobeitrag dazu anschauen (Warnung: In dem Video ist auch zu sehen, wie ein Elefant gequält wird): „There’s A Really Dark Side To Elephant Tourism

Wenn du auch noch einige Ideen hast, wie man nachhaltiger Reisen kann, dann lass es uns in den Kommentaren wissen.
Und nun viel Spaß bei deiner Reise!

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