Nachhaltig Reisen – Ist das möglich?

Fremde Kulturen entdecken, einfach mal entspannen, Abenteurer erleben oder die Natur genießen – egal aus welchen Gründen, wir lieben es zu reisen! In einer Zeit in der Umweltschutz unbestritten von großer Wichtigkeit ist, stellt sich so mancher die Frage: Ist nachhaltiges Reisen überhaupt möglich? Und so manch anderer, der in seinem Leben besonders auf Nachhaltigkeit achtet, bekommt vielleicht sogar ein schlechtes Gewissen, wenn er oft in den Urlaub fährt.

Reisen ist wichtig. Andere Kulturen zu entdecken, erweitert unseren Horizont, baut Vorurteile ab und bereichert unser Leben ungemein. In der Natur oder im Strandurlaub kann man außerdem wunderbar abschalten – Eine Zeit, die wir für unser Wohlbefinden unbedingt benötigen. Du hast dir deinen Urlaub verdient. Ein schlechtes Gewissen brauchst du nicht zu haben, denn du kannst deine Reisen nachhaltiger gestalten.

Was bedeutet nachhaltig Reisen?

Nachhaltiger oder auch sanfter Tourismus ist dann gewährleistet, wenn durch Urlaubsreisen kein Schaden an der ökologischen oder sozialen Umwelt entsteht.

Vielmehr soll der Tourismus die Region fördern – ganz gleich ob wirtschaftlich oder ökologisch. Das Ziel des nachhaltigen Reisens ist in erster Linie der Schutz der Natur. Aber auch die Verbesserung der sozialen Arbeitsbedingungen, ein geringer Ressourcen-verbrauch und eine möglichst hohe Wertschöpfung in der Urlaubsregion sind von Bedeutung.

Warum du nachhaltiger Reisen solltest

Auf dieser Welt gibt es wunderschöne, interessante und außergewöhnliche Landschaften, Tiere und Kulturen zu entdecken. Deshalb lieben wir es zu reisen.

  • Ein umweltschädliches Verhalten hat jedoch zur Folge, dass zukünftige Generationen die Welt, wie wir sie kennen, nicht mehr erleben werden.

Aber Reisen können nicht nur für deine ökologische Umwelt schädlich sein.

  • Auch die Menschen vor Ort leiden unter dem Verhalten der Touristen. Der Klimawandel gefährdet die Lebensgrundlage der Einwohner an vielen touristischen Orten, große Tourismus-Unternehmen vertreiben kleine lokale Anbieter und Gemeinden kämpfen mit dem vermehrten Müllaufkommen durch den Tourismus.

Nachhaltiges Verhalten verhindert nicht nur Schäden an Menschen und Natur, sondern fördert im besten Fall die lokale Wirtschaft und schützt die ökologischen Lebensräume. Wir genießen also nicht nur einen schönen Urlaub, sondern geben unserem Gastgeber, egal ob Mensch oder Natur, etwas zurück.

Dein Leitfaden – Nachhaltiger Reise

Wenn du deinen Urlaub nachhaltiger gestalten möchtest, kannst du dafür unseren Leitfaden zur nachhaltigen Reise Stück für Stück durchgehen und überlegen, wie du das Thema “Nachhaltigkeit” bei deiner Reise und Urlaubsplanung einordnen kannst.

Das richtige Urlaubsziel auswählen

Bei der Wahl deines Urlaubsziels kommt es meist vor allem auf die Entfernung an.

Je näher dein Urlaubsziel, desto einfacher ist es, deinen ökologischen Fußabdruck klein zu halten. Denn kurze Entfernungen können wir ohne Probleme mit der Bahn, dem Bus oder mit dem Auto bzw. einer Fahrgemeinschaft zurücklegen. Häufig reisen wir an weit entfernte Orte, obwohl wir in unserer Umgebung einen ebenso schönen Urlaub verbringen können.

Regionaler Urlaub in Deutschland

Du hast bis jetzt noch nicht viele Urlaube in Deutschland verbracht? Du wirst überrascht sein, wie schön Deutschland doch ist. Nutze die Chance, deine Heimat richtig kennenzulernen!

Urlaub in Europa

In Europa haben wir außerdem das Privileg, verschiedenste Kulturen und Landschaften auf kleinstem Raum erleben zu können. Auch zum Städtetrip nach London, an den Strand in Frankreich oder in den Wanderurlaub nach Österreich kommst du schnell mit der Bahn. Du willst einen Beweis, dass es unser Kontinent in sich hat? Das GEO-Magazin Online hat eine eigene Kategorie für Reiseziele in Europa, auf der es sich lohnt mal vorbeizuschauen.

Die nachhaltige Unterkunft

Auch die Wahl deiner Unterkunft kann eine große Auswirkung auf den ökologischen Fußabdruck deiner Reise haben. Bei deiner Wahl eines nachhaltigen Hotels, Ferienwohnungen und Airbnbs kannst du auf verschiedene Faktoren achten. Zum Beispiel:

    1. Wird eine ökologische Ernährung angeboten, die auf saisonalen und regionalen Produkten basiert?
    2. Beruht die Energieversorgung zum größten Teil auf erneuerbaren Energien?
    3. Wird auf einen geringen Energie- und Wasserverbrauch geachtet?
    4. Besitzt das Gebäude nachhaltige Eigenschaften, zum Beispiel im Bezug auf die Isolation oder die Baustoffe?
    5. Setzt sich die Unterkunft für die Entwicklung der Gemeinschaft ein? Nutzt es zum Beispiel Produkte aus lokalen Geschäften?
    6. Respektiert und fördert die Unterkunft die ökologische und soziale Umwelt?
    7. Werden umweltfreundliche Materialien verwendet, z.B. bei Bettwäsche und Handtüchern?

Diese Fragen vor jeder Urlaubsplanung zu stellen, ist natürlich etwas kompliziert und zeitaufwendig. Deshalb helfen dir diese Plattformen bei der Suche nach besonders nachhaltigen Alternativen zum klassischen Hotel, Ferienwohnung oder Airbnb:

Nachhaltiger Tourismus findet neben den ökologischen Aspekten auch auf der sozialen Ebene statt. Für die Region ist es besonders förderlich, wenn du lokale Unterkünfte buchst, statt Hotelketten und Massentourismus zu unterstützen. So bleibt das Geld bei den Einwohnern und kommt nicht nur internationalen Investoren zugute.

Label- & Zertifikatedschungel

Du kannst dich außerdem an bestimmten Zertifikaten und Labels orientieren, die an besonders nachhaltige Anbieter verliehen werden. Das EU-Ecolabel und Travelife sind beispielsweise internationale Kennzeichnungen, jedoch haben die verschiedenen Länder auch ihre eigenen Label. Eine Übersicht über die verschiedenen Label findest du auf forumandersreisen.de

Die Wahl des Verkehrsmittels ist besonders wichtig

Ein paar Wochen Urlaub in fremden Ländern sind für viele das Highlight des Jahres. Vor allem Deutsche reisen viel und lang. Im Jahr 2019 haben sie fast 71 Millionen Urlaubsreisen unternommen.

43% der Reisenden sind mit dem Auto in den Urlaub gefahren, 42% mit dem Flugzeug geflogen und nur jeweils 6% haben ihr Ziel mit Bus oder Bahn erreicht.

Reisemittel der Deutschne im Jahr 2019

Trotz Bewusstseinsteigerung der Folgen des Fliegens auf die Umwelt, nahmen 42% der Deutschen das Flugzeug.

Das sind erschreckende Zahlen. Denn obwohl die Achtsamkeit für die Nachteile vom Fliegen für die Umwelt gestiegen ist, hat sich in der Gesamtheit keine Besserung ergeben.

 

Doch wieso ist die Wahl des Verkehrsmittels so wichtig im Bezug auf nachhaltiges Reisen?

Diese Frage kann man mit einer einfachen Statistik beantworten.

CO2-Ausstoß im Vergleich

Bei Entfernungen von unter 1000 Kilometern sind der Fernbus und der Zug die beste Wahl.

Pro Person liegt der CO2-Verbrauch bei einem Hin- und Rückflug von Deutschland nach Thailand in der Economy Class bei 3,3 Tonnen (in der Business Class sind es auf Grund der nicht so dicht beieinander stehenden Sitze 6,3  und in der First Class sogar 9,8 Tonnen). Zum Vergleich: laut Umweltbundesamt liegt der CO2-Ausstoß in Deutschland bei 9,6 Tonnen pro Kopf.

 

Ein Drittel unseres Jahresverbrauches geht also schon für den Flug in den Urlaub drauf.

 

Wenn du klimafreundlich Reisen möchtest, solltest du also, wenn möglich, auf den Flieger verzichten. Halte dich an folgenden Richtwert:

unter/über 1000 Kilometer Regel gegen viel-fliegerei

Bei Entfernungen von unter 1000 Kilometern sind der Fernbus und der Zug die beste Wahl.

Nachhaltig Fliegen – geht das überhaupt?

Für weit entfernte Ziele möchten wir dir gerne das Konzept von atmosfair vorstellen. Auf der Internetseite von atmosfair wählst du zuerst dein Start- und Zielort aus. Daraufhin bestimmst du dein Reisemittel. Im nächsten Schritt wird dann errechnet, wieviel CO2 du auf diesem Weg verbrauchen wirst. Aber atmosfair kann noch mehr: Nach der Berechnung werden dir Projekte vorschlagen, die du direkt mit einer, von deinem CO2-Ausstoß abhängigen, Geldsumme unterstützen kannst. Auf diese Weise kannst du das entstandene CO2 zwar nicht verschwinden lassen, jedoch deinen Flug kompensieren.

Nachhaltig mit dem Flugzeug fliegen

Auch auf myclimate kannst du deine Flüge kompensieren. Myclimate unterstützt mit deinem Beitrag Projekte rund um Klimaschutz, erneuerbare Energien, Umweltbildung und Armutsbekämpfung.

Bei MoorFutures hast du ebenfalls die Möglichkeit deine persönliche CO2 Kompensation auszurechnen und erwirbst im Anschluss regionale Klimaschutzzertifikate. Mit deinem Geld unterstützt du die Renaturierung deutscher Moorgebiete, die übrigens riesige Kohlenstoffspeicher sind.

Leichter reisen für die Umwelt

Weniger ist mehr… auch im Bezug auf dein Reisegepäck. Versuche bei deinem nächsten Urlaub einmal einen kleineren Koffer mitzunehmen, als du es sonst tust. Denn so bist du gezwungen, weniger einzupacken. Und sein wir mal ehrlich, eigentlich haben wir immer zu viel Kleidung mit.

Der Vorteil an weniger Gepäck ist nicht nur, dass du weniger schleppen musst und das Umsteigen zwischen Verkehrsmitteln angenehmer wird. Weniger Gewicht spart Kraftstoff und somit CO2, egal ob du fliegst oder mit dem Auto fährst.

Unser Tipp, damit du nicht zu viel mitnimmst: Überleg dir genau, was du wirklich brauchst und schreibe eine Packliste, die du abhaken kannst. Im Internet findest du auch zahlreiche vorgeschriebenen Packlisten, die auf Nachhaltigkeit achten. So zum Beispiel unsere nachhaltige Packliste für das nächste Festival.

Dir fehlt vor der Reise noch der passende Bikini, die Wanderausrüstung oder die dicke Winterjacke? Schon beim Kauf der Reiseutensilien kannst du auf Nachhaltigkeit achten. Kaufe, wenn möglich, Second Hand oder unterstütze kleine Geschäfte in deiner Umgebung, statt noch schnell etwas im Internet vom großen Onlinehändler zu bestellen. Vielleicht findest du auch an deinem Urlaubsort ein lokales Geschäft, in dem du fündig wirst – Ein Weg, um die Menschen vor Ort zu unterstützen.

Nachhaltigkeit vor Ort

Wenn du dich für nachhaltiges Reisen interessierst, achtest du vermutlich in deinem Alltag ebenfalls auf Umweltfreundlichkeit. Alles was du bereits zu Hause tust, kannst du auch im Urlaub umsetzen. Vielleicht ist hier auch der ein oder andere Tipp für dich dabei:

  • Nutze Wasserflaschen aus Metall oder Glas statt Plastikflaschen.
  • Iss weniger tierische Produkte.
  • Nimm dein Lunchpaket in einer Brotdose mit.
  • Habe dein eigenes Besteck dabei, wenn dir Plastikbesteck angeboten wird.
  • Nutze öffentliche Verkehrsmittel oder fahre mit dem Rad.
  • Sammle Müll.
  • Nutze umweltfreundliche Sonnencreme, wenn du ins Wasser gehst.

Nachhaltigkeit vor Ort schließt nicht nur die Umwelt mit ein. Auch die Menschen, die an deinem Urlaubsziel leben, sind dankbar für deine Unterstützung. Besuche lokale Restaurants und Bars, kaufe Produkte von kleinen Unternehmen und unterstütze nachhaltige Touristenattraktionen, die von Einwohnern angeboten werden.


10 Tipps für eine nachhaltigere Reise

Neben unserer Anleitung haben wir noch 10 Tipps, auf die du im achten kannst, um nachhaltiger zu Reisen.

#1 Reisen ist kein Wettbewerb

„In wie vielen Ländern warst du schon?“ Unter Freunden, Kollegen oder auch auf Social Media hört man diese Frage immer wieder. Je höher die Zahl, desto größer die Anerkennung. Doch wir müssen verstehen, dass Reisen kein Wettbewerb ist. Wenn du dich auf den Weg machst, ein weiteres Stück dieser wunderschönen Erde zu entdecken, geht es um die Momente, die dich staunen lassen. Reise an so viele oder wenige Orte wie du möchtest, denn eine hohe Zahl allein wird dich nicht glücklich machen. Und wenn du jedes Jahr an den gleichen Strand zurückkehrst, du jedes Mal auf das gleiche Meer hinausschaust und einfach glücklich bist, ist das auch in Ordnung.

#2 Langsam reisen

Hast du schon mal versucht, es langsam angehen zu lassen? Genieße jeden Moment, lasse jeden Ort auf dich wirken und gib dir Zeit das Erlebte zu verarbeiten. Wir haben häufig die Angst, etwas zu verpassen und versetzen uns selbst unter Druck, alles sehen zu müssen – in jedem Moment sind wir gedanklich schon am nächsten Ort. Du kannst dir für den nächsten Urlaub vornehmen, mit Achtsamkeit zu reisen. Und das wird wiederrum auch einen positiven Nebeneffekt haben: Du bist weniger unterwegs und senkst deine Emissionen.

#3 All Inclusive vs. Grüne Hotels

All Inclusive Hotel-Urlaube lassen sich mit Nachhaltigkeit nicht vereinbaren. Hinter „All Inclusive“-Angeboten steht eine riesige Industrie, die regionale Anbieter verdrängt und Nahrungsmittel aus aller Welt importiert. Damit Touristen eine solch große Auswahl an Speisen zur Verfügung stehen kann, werden diese außerdem in riesigen Massen zubereitet. Am Ende landet so die Hälfte des Buffets im Abfall.

Alternativ wollen wir dir die Organisation bookdifferent vorstellen, auf deren Internetseite du weltweit aus einer Liste dein Lieblingshotel auswählen kannst. Die Unterkünfte wurden von der Organisation selbst auf „eco-Freundlichkeit“ überprüft. Zusätzlich wird dir bei jedem Hotel dein CO2 Verbrauch pro Nacht in Kilogramm angezeigt. Damit kannst du die beste Entscheidung für dich und den Planeten treffen.

#4 Ressourcen bewusst nutzen

Im Urlaub lassen wir uns manchmal gehen. Als Gast solltest du auch in einer Unterkunft darauf achten, bewusst mit den vorhandenen Ressourcen umzugehen. Das bedeutet, dass du im Hotel das Licht oder die Klimaanlage ausmachst, wenn du das Zimmer verlässt oder deinen Teller beim Buffet nur so voll schaufelst, wie du auch essen kannst.

#5 Reise digital

Wenn du es noch nicht tust, dann verzichte bei deinem nächsten Trip darauf, dir unzählige Reiseführer, Stadtpläne und Landkarten zu kaufen und dir deine Reiseroute und Zugtickets auszudrucken. Wahrscheinlich hast du dein Smartphone sowieso immer griffbereit, um Fotos zu schießen. Statt Stadtpläne zu kaufen, kannst du eine Kartenapp verwenden. Statt Reiseführer zu nutzen, kannst du dir Blogartikel und Empfehlungen zu deinen Reisezielen im Internet raussuchen. Wenn du nicht auf gedruckte Reiseführer verzichten magst, findest du die passende Lektüre ja vielleicht sogar gebraucht bei Ebay Kleinanzeigen oder bei Anbieter wie reBuy oder momox. Außerdem kannst du darauf achten, Tickets nicht mehr auszudrucken, sondern sie einfach als E-Tickets herunterzuladen.

#6 Fahrrad fahren und öffentliche Verkehrsmittel benutzen

Wenn du einen Stadturlaub machst, dann gibt es dort mit großer Wahrscheinlichkeit öffentliche Verkehrsmittel, die du nutzen kannst. Auf diese Art sparst du dir auch die lästige Parkplatzsuche mit deinem Auto. Noch besser ist es natürlich, wenn du dir ein Fahrrad ausleihen kannst. Das ist nicht nur cooler für die Umwelt, sondern du wirst auch die Stadt ganz anders erleben. Als Fahrradfahrer siehst du mehr von der Stadt, als du es in Bus, Bahn oder Auto jemals tun würdest. Außerdem bist du als Fahrradfahrer schneller unterwegs als zu Fuß.

#7 Lokal essen und trinken gehen

Wie schon erwähnt, ist ein All Inclusive Urlaub nicht gut für die Umwelt. Lokale und Restaurants, die von Einwohnern betrieben werden, können es aber durchaus sein. Auf alle Fälle unterstützt du damit die Einwohner nicht die großen Touristenkonzerne. Zusätzlich kannst du dich bei dem Personal informieren, welche Gerichte aus regional angebauten Inhaltsstoffen bestehen. Auf diese Art sorgst du dafür, dass der CO2 Fußabdruck deines Essens auch im Urlaub möglichst gering bleibt.

#8 Müll vermeiden und aufräumen

Niemand ist perfekt und jeder hat etwas, auf das er nicht verzichten möchte. Bei dem einen ist es das Fliegen, bei dem anderen vielleicht der Fleischkonsum. Was hältst du von der Idee, dein „Laster“ an anderen Stellen auszugleichen? Eine Idee wäre es zum Beispiel im Urlaub nicht nur selbst keinen Müll zu produzieren, sondern auch fremden Müll einzusammeln. Wenn du Urlaub am Strand machst, könntest du angespültes Plastik einsammeln und wegschmeißen. Das ist gut für die Umwelt und außerdem macht es viel mehr Spaß an einem sauberen Strand zu liegen. An manchen Urlaubsorten werden sogar gemeinsame Müllsammel-Aktionen angeboten, die mit Touristenattraktionen verbunden sind. So kannst du zum Beispiel kostenlos mit der Organisation Clean Up Lofoten auf den Lofoten mit dem Boot an einsame Strände fahren und mit anderen gemeinsam Müll einsammeln.

#9 Wenn du weit weg fliegst, bleib länger dort

Wenn du mit dem Flieger weit weg in den Urlaub fliegst und dadurch viel CO2 verursachst, dann plane an deinem Reiseziel einen langen Aufenthalt über mehrere Wochen. Das ist umweltfreundlicher, als wenn du mehrere Urlaube über das Jahr verteilt in verschiedenen Ländern machst.

#10 Unterstütze keine Tierquälerei

Wenn dir in Asien oder Afrika Elefantenreiten angeboten wird, dann verzichte unbedingt darauf. Elefanten sind sehr intelligente Tiere und verfügen über einen ausgeprägten Charakter. Sie würden sich freiwillig niemals für Zirkusnummern hergeben. Damit ein Elefant Menschen auf ihm reiten lässt, wird er solange gequält bis er sich dem Menschen fügt. Wenn du bis jetzt noch nie davon gehört hast, dann kannst du dir folgenden Videobeitrag dazu anschauen (Warnung: In dem Video ist auch zu sehen, wie ein Elefant gequält wird): „There’s A Really Dark Side To Elephant Tourism“.

Auch andere Tiershows solltest du vermeiden. Wenn du dennoch unbedingt eine hautnahe Erfahrung mit Tieren haben möchtest, kannst du Tierschutzorganisationen besuchen, die Touren anbieten. Achte jedoch darauf, dass deine finanzielle Unterstützung bei den richtigen Organisationen ankommt und informiere dich im Voraus über die Bedingungen vor Ort.

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